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MI | 11.04.2012
"Croskat"-PK (Bild: ORF)
CHRONIK
"Croskat": Kroaten kooperieren über Grenzen
"Croskat" heißt ein grenzüberschreitendes Projekt der Kroaten im Burgenland und in der Slowakei. Gefördert wird das Projekt, in dem es auch um Erwachsenenbildung geht, vom Burgenland und der EU.
Gemeinsame Wurzeln
Grundsätzlich geht es bei "Croskat" um die Information über die gemeinsamen Wurzeln und den Aufbau der Erwachsenenbildung in der Slowakei, sagt der Präsident des Kroatischen Kultur- und Dokumentationszentrums (hkdc), Martin Ivancsics.
Durch "Croskat" soll auch die kroatische Sprache in der Slowakei erhalten werden.
Information und Dokumentation
"Es wird in beiden Ländern eine Information der Mehrheitsbevölkerung geben, warum die Kroaten hier sind und diese Region zweisprachig ist. Es wird eine große Dokumentation über alte Schriftdenkmäler der Kroaten geben und die Plattform für Gemeindepartnerschaften. Das ist eine sehr nachhaltige Zielsetzung, die wir dort verfolgen", so Ivancsics.

Wichtig für Spracherhalt
Aber auch eine Volkshochschule, eine Erwachsenenbildungseinrichtung, soll es in der Slowakei künftig geben.

"Weil dort Kroatisch in der Schule nicht unterrichtet wird und wir das für die Erhaltung der Sprache wirklich sehr dringend brauchen", so Invancsics.
Seit 500 Jahren in der Region
Seit knapp 500 Jahren leben Kroaten in der Region. Heute sind es laut hkdc rund 40.000 in Österreich - zum Großteil im Burgenland und Wien - sowie etwa 5.000 in der Slowakei und rund 15.000 in Ungarn.
Bis 2013
Das Projekt soll bis Anfang 2013 laufen. Insgesamt komme man auf ein Budget von rund 550.000 Euro, das zum Großteil aus Förderungen aufgebracht wird, heißt es. Die EU-Subventionen kommen aus dem EFRE-Programm, auch das Burgenland unterstützt das Vorhaben.
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