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MI | 11.04.2012
Bauarbeiter. (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Baufirmen zittern vor Arbeitsmarktöffnung
Den heimischen Baufirmen droht ein beinharter Verdrängungswettbewerb mit Firmen aus Osteuopa - das befürchtet Innungsmeisterin Maria Epple für die Zeit nach der Öffnung des Arbeitsmarktes im Mai.
Gesetz gegen Lohndumping
Epple rechnet damit, dass sich Firmen aus Ungarn und der Slowakei nach der Öffnung des Arbeitsmarktes im Mai verstärkt um Aufträge im Burgenland bemühen werden.

Im Parlament wird demnächst das Gesetz gegen Lohndumping beschlossen. Ausländische Arbeiter, die bei uns beschäftigt werden, sollen den gleichen Mindestlohn bekommen wie ihre österreichischen Kollegen.
Bauarbeiter. (Bild: ORF)
"Hoffnungslos" zu wenige Kontrolleure
Das Gesetz könne aber kaum kontrolliert werden, weil es zu wenige Kontrollorgane gebe, befürchtet die Innungsmeisterin des Baugewerbes, Maria Epple.

Die Finanzpolizei sei zwar von sechs auf acht Personen aufgestockt worden, aber wenn man bedenkt, dass diese sämtliche Gewerbe im Burgenland kontrollieren sollen, dann werde jeder einsehen, dass das hoffnungslos zu wenig sei, so Epple.
Bauarbeiter. (Bild: ORF)
Geringere Lohnnebenkosten im Ausland
Selbst wenn die ausländischen Firmen das Gesetz gegen Lohndumping einhalten, haben sie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, weil sie deutlich geringere Lohnnebenkosten in ihren Kalkulationen haben werden, sagt Maria Epple. Die Folge: Firmen aus Osteuropa können billiger anbieten und verdrängen heimische Unternehmen.

Es drohe ein Verlust von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung, so Maria Epple. Zusätzlich werden sich die heimischen Baufirmen vermehrt ausländischer Subunternehmer bedienen müssen, um überhaupt wettbewerbsfähig bleiben zu können, meint die Innungsmeisterin.
Epple rechnet mit Gesetzesänderung
Maria Epple glaubt, dass das Gesetz gegen Lohndumping, das noch nicht einmal in Kraft ist, bald geändert werden muss.
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