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DO | 23.02.2012
Briefkasten (Bild: APA)
CHRONIK
AK ortet neue freche Abzocke-Variante
Derzeit erhalten viele Burgenländer Post vom "Euro-Verwaltungsbüro": Zugesichert wird die Auszahlung von bei Werbefahrten versprochenen Gewinnen. Die AK vermutet dahinter eine besonders frechen Abzocke.
Unglaubliche "Frohbotschaft"
Das "Euro-Verwaltungsbüro" mit Sitz in einem Postfach in Wien, das sich als Partner Nummer 1 in Europa betreffend Finanzdienstleistungen und Hauptgewinne preist, hat in diesen Tagen an etliche Haushalte im Burgenland eine -im wahrsten Sinn des Wortes -unglaubliche "Frohbotschaft" verschickt.
Der Inhalt des Schreibens:
"Unglaublich aber wahr Frau T. Sie können endlich den bisher versprochenen Bargeldgewinn erhalten." Denn: "Das Euro-Verwaltungsbüro setzt sich für Personen ein, die per Post oder Telefon Gewinnzusagen erhalten haben, die aber nie ausbezahlt wurden."

Die persönliche Sachbearbeiterin von Frau T. gerät förmlich ins Schwärmen, wenn sie schildert, dass im Vorjahr allein im Raum Purbach, Gewinne im Wert von 35.462 Euro nachträglich an die rechtmäßigen Gewinner ausbezahlt werden konnten. Frau T. selbst könne jetzt mit 3.250 Euro rechnen. Die Auszahlung werde in festlichem Rahmen in Bratislava stattfinden.
AK: Frech und unverfroren
Raimund Brandl von der Arbeiterkammer, bezeichnet diese Vorgangsweise als relativ neu: Er halte das für eine sehr freche, unverfrorene Variante: "Sie wird das sicher nicht halten, was da versprochen wird."
Festmahl wird versprochen
Apropos Versprechen: Wer die Busfahrt in die slowakische Hauptstadt auf sich nimmt und so quasi als Draufgabe die laut Brief traumhaften Landschaften mit ihren reizvollen Dörfern und Städten entdecken kann, soll an der festlich geschmückten Tafel nicht nur das lang vorenthaltene Gewinngeld einsacken können sondern auch königlich speisen.

Auf die "glücklichen Gewinner" warten zum Beispiel: "1 Flasche Champagner Dom Perignons, 1 ganze deutsche Gans, 8o Gramm Beluga Kaviar , 18 Austern, 100 Gramm Trüffel, 2 Hummer und 2 Langusten."
AK rät: Brief zum Altpapier
Es gebe keine Firma, die nur dem Konsumenten Gutes tun wolle, erklärt Brandl: "Es gibt die Caritas, die dafür zuständig ist, dass es schöner und besser ist auf der Welt ist, aber sicher nicht diese Werbeveranstalter."

Daher gilt - auch im Fall Euro-Verwaltungsbüro - ab damit ins Altpapier.
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