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MI | 11.04.2012
Schweine. (Bild: APA)
Wirtschaft
Schweinemastanlage wird doch nicht gebaut
Das geplante Schweinemastprojekt an der burgenländisch-niederösterreichischen Grenze in Lichtenwörth wird nun doch nicht verwirklicht. Der Betreiber selbst hat den Antrag bei der BH- Wiener Neustadt zurückgezogen.
Großer Widerstand kam aus dem Burgenland
Das Projekt, das erstmals 2009 eingereicht wurde, ist jetzt "gestorben". Großer Widerstand gegen die geplante Anlage mit fast 2.500 Schweinen kam aus dem Burgenland.

Die Gülle der Schweine würde den ohnehin schon hohen Nitratwert weiter in die Höhe treiben, so das Argument des Wasserverbandes Nördliches Burgenland.
Sorge um Trinkwasserversorgung
Das Lichtenwörther Grundwasser läuft nämlich in zwei Brunnenanlagen des Wasserleitungsverbandes. Der Verband und auch die umliegenden burgenländischen Ortschaften sahen die Trinkwasserversorgung gefährdet. Unterschriften wurden gesammelt.
Genehmigungsverfahren nötig
Der Landwirt hatte den ursprünglichen Standort um einige hundert Meter verlegt, eine geforderte Umweltversträglichkeitsprüfung war laut niederösterreichischer Landesregierung nicht notwendig, sehr wohl aber ein Genehmigungsverfahren, für das weitere Unterlagen nötig gewesen wären.
Rückzug aus privaten Gründen
Der Landwirt zog am Montag den Antrag aus privaten Gründen zurück. Es sei nicht der Widerstand gegen das Projekt gewesen, seine familiäre Situation habe sich geändert, sagte der Landwirt im Interview mit dem ORF Burgenland. Diese Entscheidung sei endgültig, so der Landwirt abschließend. Das bestätigte auch Bezirkshauptmann Andreas Strobl.
SPÖ sieht "gemeinsamen Erfolg"
In einer Reaktion bezeichnete SPÖ- Klubobmann Christian Illedits das Aus für das Projekt als gemeinsamen Erfolg von SPÖ, Wasserleitungsverband und Bürgermeistern mit Unterstützung der Bevölkerung.

Der gemeinsame Einsatz für das Trinkwasser habe sich bezahlt gemacht, so Illedits.
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