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MI | 11.04.2012
S31. (Bild: ORF)
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S31-Verlängerung: Kleiner und billiger
Die Verlängerung der S31 von Oberpullendorf Richtung Staatsgrenze bei Rattersdorf kommt in einer kleineren Landesstraßen-Variante. Der Bau der S7 bleibt im Bauprogramm der ASFINAG - das haben Land und Infrastrukturministerium jetzt erklärt.
Um 43 Millionen Euro billiger projektiert
Angesichts leerer Kassen wird bei der Süd-Verlängerung der S31 ein neuer Weg beschritten: Die Straße kommt in einer kleineren Landesstraßen-Variante, die nicht einmal halb so viel kostet wie das zuletzt verfolgte Schnellstraßen-Projekt: nämlich 37 statt 80 Millionen Euro.

Dennoch übernimmt die Finanzierung dieser projektierten 37 Millionen Euro der Bund, sagt Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ). Sie bezeichnet diese Einigung mit dem Land als vorbildlich, denn sie stelle sicher, dass man nicht überall eine "verkehrliche Luxusvariante" baue, sondern das, was auch wirklich gebraucht werde.
Grafik für Verlängerung der s31. (Bild: ORF)
Niessl: "Hervorragende Lösung"
Die Fortsetzung der S31 in Richtung Süden wird im ersten Abschnitt voraussichtlich von 2011 bis 2013 gebaut, sagt Verkehrslandesrat Helmut Bieler (SPÖ): "Wohl wissend, dass wir wahrscheinlich mehr als die 37 Millionen Euro dafür einsetzen werden."

Obwohl das Land also auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben wird und zuvor schon den Bau der Umfahrung Schützen am Gebirge und die damit verbundenen Kosten von 18 bis 20 Millionen Euro vom Bund übernommen hat, ist Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) davon überzeugt, dass man eine hervorragende Lösung gefunden habe, alle Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in einem relativ kurzen Zeitraum umzusetzen.
Prognose: 5.000 Fahrzeuge pro Tag
ASFINAG-Vorstand Alois Schedl begrüßt diese Lösung, da die neuesten Verkehrsprognosen auf der Südverlängerung der S31 von nur 5.000 Fahrzeugen pro Tag im Jahr 2025 ausgehen.
Grafik für S7. (Bild: ORF)
S7 wird gebaut
Die S7 bleibt jedoch im Bauprogramm der ASFING. Der Bau des 430 Millionen Euro teuren steirischen Abschnitts wird 2011 begonnen, der 130 Millionen Euro teure burgenländische Abschnitt 2014.
ÖVP: Anliegen der Bürger im Mittelpunkt
Nach langer Vorlaufzeit müssten der Ausbau der S7 und der S31 im Mittelburgenland nun rasch verwirklicht werden, sagt dazu ÖVP-Verkehrssprecher Thomas Steiner.

Für die ÖVP stünden nach wie vor die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sowie die Lebensqualität der Regionen im Mittelpunkt.
Grüne: S7-Ausbau unerfreulich
Michel Reimon, Landessprecher der Grünen sagt, der Weiterbau der S31 in den Süden als Landesstraße, werde die Bevölkerung entlasten und keinen internationalen Transitverkehr anziehen.

Dass beim Ausbau der S7 noch kein Umdenken eingesetzt habe, sei allerdings unerfreulich. Hier werde weiterhin eine Transitroute geplant, so der Grüne Landessprecher.
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