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GESCHICHTE |
28.10.2010 |
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Ausstellung über NS-Euthanasie in Eisenstadt
Eine Ausstellung im burgenländischen Landesmuseum wirft ein Schlaglicht auf die NS-Euthanasie im Burgenland. Demnach wurden hunderte Menschen mit hauptsächlich geistigen Behinderungen brutal ermordet.
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"Es passierte auch bei uns"
Die Historiker Herbert Brettl und Michael Hess sind im Zuge der Arbeiten für die so genannte Opferdatenbank der Holocaustopfer auf das Thema NS-Euthanasie gestoßen. Wer glaubt, das habe es nur anderswo gegeben, der irrt, sagt Michael Hess.
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"Es war unser größtes Anliegen, dass wir zeigen, dass das auch bei uns passiert ist. Also nicht nur direkt im Deutschen Reich, sondern auch bei uns", so Hess.
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350 dokumentierte Fälle
Es gäbe über 350 dokumentierte Fälle von Burgenländerinnen und Burgenländern, die unter der verharmlosenden Bezeichnung "Euthanasie" von ihren Familien weggeholt und ermordet wurden.
Die Sichtung von Krankenakten ermöglichte den Autoren einen sehr persönlichen Einblick in die tragischen Schicksale der Betroffenen.
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"Berührende Dokumente"
"Darin finden sich teilweise berührende Dokumente. Zum Beispiel Briefe von Eltern, die darum bitten, dass ihre Kinder zu Weihnachten doch nach Hause dürfen. Teilweise sind auch Fotos darin, die wir aber nicht veröffentlicht haben, weil das zu heftig wäre", so Hess.
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Ausstellungseröffnung: 28.10.2010
Mit der Ausstellung, die Donnerstagabend im Landesmuseum eröffnet wird, erscheint auch ein Büchlein unter dem Titel NS-Euthanasie im Burgenland.
Die Autoren Herbert Brettl und Michael Hess wollen damit einen ersten Anstoß geben, für die Beschäftigung mit dem Thema NS-Euthanasie im Burgenland.
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Link:
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