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MO | 13.02.2012
Schüler am Gang (Bild:ORF).
EISENSTADT
HTL und BRG: Warten auf Erweiterung
Viele Schüler in der Landeshauptstadt Eisenstadt müssen nach wie vor auf neue Räumlichkeiten warten. Die HTL und das Gymnasium Kurzwiese werden ja umgebaut. Die Kosten betragen rund 40 Millionen Euro.
Zu wenig Platz in HTL
Seit Montag drücken die Schüler im Burgenland wieder die Schulbank und langsam kehrt in wieder Routine in den Schulen ein. Die Schulbücher sind verteilt und die Klassen bezogen.

Einige Schüler der HTL in Eisenstadt müssen im Moment noch mit einer Container-Klasse vorlieb nehmen. Denn: Es gibt zu wenig Platz für die knapp 1.000 Schüler.
Containerklasse (Bild:ORF).
Containerklasse innen (Bild:ORF).
"Zu wenig Klassenräume für 39 Klassen"
"Der Zubau ist notwendig, weil die Schülerzahl in den letzten Jahren zugenommen hat. Wir haben ja schon ein Ausweichquartier im ehemaligen WIFI bezogen, das ist jedoch nur vorübergehend. Und wir haben auch jetzt zwei Containerklassen dazubekommen, was die Situation etwas entschärft. Wir haben eben 39 Klassen und zu wenig Klassenräume und ich hoffe, dass das mit dem Zubau verbessert wird", sagt Direktor Stefan Wagner.
20 Millionen Euro für Umbau
Seit mehr als 15 Jahren wird über einen Aus-und Umbau der HTL-Eisenstadt diskutiert. Ein Grund für die lange Verzögerung: Die Schule steht auf Gemeindegrund. Das heißt, dass die die Stadt Eisenstadt die Vorfinanzierung für den Bau übernehmen hätte müssen.

Doch einen Vorschuss in der Höhe von knapp 20 Millionen Euro - so viel kostet der Umbau in etwa - konnte sich die Stadt nicht leisten. Jetzt übernimmt das Land die Kosten. Der Baubeginn soll im Sommer 2011 erfolgen.
HTL Eisenstadt (Bild:ORF).
"Baulärm wäre Musik in meinen Ohren"
"Der Umbau ist eine logistische Herausforderung. Die Firmen werden überwiegend in den Ferien arbeiten. Größere Arbeiten wie die thermische Sanierung können nur in den Ferien durchgeführt werden. Aber der Zubau und die Ergänzung der Klassenräume können durchaus während der Schulzeit passieren. Für mich wäre es fast Musik in den Ohren, wenn Baulärm hier den Unterricht stören würde", so Wagner.
BRG Kurzwiese: Altes Konzept überholt
Auch in den Gängen des Gymnasiums Kurzwiese gibt es regelmäßig Stau. Obwohl das etwa 60 Jahre alte Gebäude in den 1980iger und 1990iger Jahren um je einen Trakt erweitert wurde, herrscht heute akuter Platzmangel.

Bei der Eröffnung des Gymnasiums 1953 waren 12 Klassen vorgesehen, heute braucht man fast viermal soviele.
Gymnasium Kurzwiese (Bild:ORF).
Plan Kurzwiese (Bild:ORF).
Mehr Klassenräume benötigt
"Der Zu- und Umbau ist höchst notwendig, wir platzen aus allen Nähten. Wir haben 1.110 Schüler, 47 Klassen, drei Wanderklassen, sechs Containerklassen - das heißt wir haben eigentlich 32 Normklassen, die groß genug sind für unsere Schüler und verwenden dann Räume als Klassenräume, die eigentlich für ganz andere Dinge vorgesehen waren, sagt die Schulleiterin Karin Rojacz-Pichler.
Notausgänge teilweise verstellt
Die Platzsituation in der Kurzwiese ist mittlerweile sicherheitsgefährdend. Die Bücherregale etwa haben in der Bibliothek keinen Platz mehr, sie müssen im Vorraum untergebracht werden, Notausgänge werden dadurch teilweise verstellt.

Ab dem Sommer 2012 wird das anders - dann wird mit dem Umbau begonnen.
Bücherregale im Gymnasium (Bild:ORF).
Komplett neues Konzept für Schule
"Das ganze Konzept des Hauses wird verändert. Es wird zunächst in der ersten Phase der Fest- und Turnsaalbereich abgerissen, auch das ursprüngliche Lehrerwohnheim wird abgerissen. Dann kommt die zweite Bauphase mit dem Zubau, zunächst Richtung Westen mit Spezialsälen und Klassen. Zur Stadt hin öffnet sich die Schule und es entsteht eine Art Empfangsbereich", so Rojacz-Pichler.
18,3 Millionen Euro für Umbau
Insgesamt 18,3 Millionen Euro werden in den Umbau des Bundesschülerheims und des Gymnasiums Kurzwiese investiert.
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