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MO | 13.02.2012
Bildein_Panzergraben (BILD: ORF)
GESCHICHTE
Geschichte erleben: Panzergraben in Bildein
Eine ungewöhnliche Baustelle gibt es derzeit in Bildein. Ein militärisches Stellungssystem wird rekonstruiert. Die Anlage ist Teil des Grenzerfahrungsweges Bildein und soll für Besucher die Geschichte erlebbar machen.
Befestigungsanlage wird rekonstruiert
Derzeit wird gegraben und betoniert. Am Ortsrand von Bildein wird ein rund 100 Meter langer Schützengraben errichtet. Der Standort ist bewusst gewählt. 1945 war an derselben Stelle der Süd-Ost-Wall errichtet worden.
Jetzt wird ein Teil der Befestigungsanlage rekonstruiert.
Verteidigungssystem aus Zweitem Weltkrieg
"Wir zeigen damit, wie das Verteidigungssystem im Zweiten Weltkrieg an der Ostgrenze des Burgenlandes errichtet wurde. Der Süd-Ost-Wall wurde mit sehr vielen Menschen, die zwangsverpflichtet waren, errichtet", sagt der verantwortliche Projektleiter Andreas Lehner.
Militärkommando unterstützt Gemeinde
Das Bundesheer ist mit 17 Soldaten im Einsatz.
Die Gemeinde Bildein hat das Militärkommando Burgenland um Unterstützung gebeten.
Stellungssystem mit Laufgräben
"Es wird hier ein Stellungssystem errichtet für eine Gruppe mit Laufgräben und Kampfdeckungen wie es damals und zum Teil auch noch jetzt besteht", so Oberst Martin Tschida vom Baupionierzug.
Bildein_Panzergraben-1 (Bild: ORF)
Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg
Der Laufgraben mündet in eine bestehende Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese wird künftig eine Art Mahnmal-Funktion übernehmen.
Augenzeugen berichten
"In einer Multimediainstallation, das heißt mit Bildern und Ton werden Augenzeugen und Menschen, die hier authentisch gearbeitet haben, berichten, was sie hier erlebt haben oder erleiden mussten", sagt Lehner.
Wachturm und Panzer
Entlang des Grenzerfahrungsweges werden auch ein alter Wachturm sowie ein russischer Panzer aufgestellt. Die Gemeinde Bildein verspricht sich davon zusätzliche Gäste, sagt Vizebürgermeister Emmerich Zax (ÖVP).
Projekt soll Tourismus ankurbeln
"Mit diesem Projekt wollen wir natürlich die Tagestouristen, die geschichtlich interessiert sind, nach Bildein locken, die natürlich hier die Geschichte nachempfinden können", so Zax.
Kostenpunkt: 350.000 Euro
Die Gesamtkosten des Projektes sind mit 350.000 Euro veranschlagt. 70 Prozent der Kosten trägt die EU.
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