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MO | 13.02.2012
Paul Gludovatz. (Bild: ORF)
SPORT
Paul Gludovatz: Trainer bringt Tabellenführung
Die Fans in Ried forderten im Frühjahr seinen Rauswurf - jetzt steht er als Tabellenführer der Fußball-Bundesliga da. Paul Gludovatz, Trainerhaudegen aus dem Burgenland, führt mit der SV Ried die Tabelle der Bundesliga an.
Nummer eins statt Abstiegskandidat
Paul Gludovatz führte Ried nach fünf Runden an die Tabellenspitze - gestartet war die Elf als Abstiegskandidat. Eine Trendumkehr, mit der wohl auch der 64-Jährige aus Eberau (Bezirk Güssing) selbst nicht gerechnet hat.

Der Höhenflug begann beim Auswärtssieg im Juli in Mattersburg. Paul Gludovatz ist - ob erfolgreich oder nicht - der Gleiche geblieben.
Treue zum Arbeitsstil
"Es ist schon so, dass ich meinen Arbeitsstil nicht verändert habe. Und dann scheint einmal in dieser schnelllebigen Zeit einmal die Sonne und vielleicht regnet es wieder einmal. Dann werden wir weiterreden", so der Erfolgstrainer.
Paul Gludovatz. (Bild: ORF)
Förderung für Jugend
Im Frühjahr holte seine Mannschaft aus den letzten 15 Spielen nur zehn Punkte. Gludovatz wurde harsch kritisiert, weil er Herwig Drechsel, den Didi Kühbauer des Innviertels, aus der Mannschaft stellte.

Dabei setzt Gludovatz nur eine Vereinslinie um, die auch in Mattersburg oberste Maxime ist: die Förderung der eigenen Jugend.

"Spieler brauchen Geduld"
"Auch junge Spieler, die einmal aufzeigen, brauchen etwas, was heute unüblich ist: Geduld. Wir bilden auch Spieler aus, die speziell für bessere, höher gestellte Clubs in Österreich interessant sind. Das wird unser Ziel werden", so Gludovatz.
Ried an der Spitze
Während die Mattersburger heuer noch punktelos Letzter sind, ist Ried Erster. Die Siegesserie der Rieder begann ausgerechnet in Mattersburg beim 4:1 im Juli.

Chancen für den Nachwuchs
Die Gründe für den Erfolg von Paul Gludovatz? Vielleicht mehr Glück mit den wenigen Legionären. Drei Spanier spielen bei Ried, beim 5:0 gegen Wiener Neustadt erzielen sie vier der fünf Tore. Es werden aber andere Zeiten kommen, weiß der 64-jährige aus Eberau. Doch seinen Zielen bleibt er treu.

"Wir bleiben bei unseren mittelfristigen Zielen, jungen Spielern in unserem budgetären Rahmen die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu entwickeln - unabhängig vom Ranking oder von der Punkteanzahl".
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