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UMWELT |
24.08.2010 |
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Zu viele Motorboote auf dem Neusiedler See?
Motorboote auf dem Neusiedler See sorgen wieder für Diskussionen. Alois Herzig, Leiter der biologischen Station Illmitz, kritisiert, dass ständig neue Lizenzen für Motorboote vergeben werden. Die zuständige Behörde weist das zurück.
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Herzig: Wassertaxis nicht notwendig
Der Leiter der biologischen Station Illmitz, Alois Herzig, hat die Motorboote auf dem Neusiedler See seit Jahren im Visier. Seiner Ansicht nach fahren zu viele diesel- und benzinbetriebene Motorboote über den See.
Er habe kein Problem mit Einsatzbooten von Feuerwehr und Polizei sowie mit jenen der Yachtklubs und mit den Ausflugsschiffen, so Herzig: "Aber es wird etwas fragwürdig, wenn ich da hören muss, es gibt Wassertaxis - das sind schnelle Boote, die halt von einem Platz zum anderen flitzen, wo ich keine Notwendigkeit sehe, weil wir haben die Fährboote."
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Herzig gegen weitere Lizenzen
Diese Wassertaxis hätten zwar offiziell eine Lizenz zum gewerblichen Transfer von Fahrgästen, würden jedoch von den Besitzern auch für private Fahren verwendet, kritisiert Herzig. Das sei seine Unterstellung, die er zwar nicht belegen könne, aber einmal so in den Raum stellen würde.
Vor allem bei Niedrigwasser würden die Boote den Schlamm aufwirbeln und in das Ökosystem des Sees eingreifen. Durch Messungen belegen könne er das jedoch nicht. Dennoch fordert Herzig: "Keine weiteren Lizenzen. Die Obergrenze ist schon mehrmals diskutiert worden, hat sich bis jetzt als nicht realisierbar herausgestellt."
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Behörde: Höchstens 86 Motorboote
"Stimmt nicht", sagt der zuständige Leiter des Landesreferates für Verkehrswesen, Helmut Hedl. Diese Forderung sei bereits seit 2007 per Verordnung erfüllt. Für die gewerbliche Schifffahrt dürfen höchstens 86 Motorboote zugelassen werden.
Der Anteil der Wassertaxis an diesen 86 Lizenzen sei "nicht einmal eine Handvoll davon", meint Hedl. Die gesetzliche Regelung nehme sowohl auf die Umwelt- als auch auf die Tourismusinteressen Rücksicht, so Hedl.
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