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MO | 13.02.2012
Wulka. (Bild: ORF)
CHRONIK
Hochwasserschutz für Wulkaprodersdorf
Nach den Überschwemmungen durch Unwetter in Wulkaprodersdorf hat nun Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner Sofortmaßnahmen für den Hochwasserschutz angekündigt. Unter anderem wird das Bachbett der Wulka verbreitert.
Wirksamer Schutz
Wulkaprodersdorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) war schon im vergangenen Jahr von einem Hochwasser betroffen. Danach wurden der Durchfluss der Wulka vergrößert, das Bachbett der Wulka lokal geräumt und der Bewuchs reduziert.

Diese Maßnahmen haben die Situation etwas entschärft, ein wirksamer Schutz vor Überflutungen konnte damit jedoch nicht erzielt werden.

Sofortmaßnahmen eingeleitet
Nun wurden diverse Sofortmaßnahmen für einen 30-jährigen Hochwasserschutz festgelegt. Sie werden nun im Auftrag der Gemeinde umgesetzt.
Breites Bachprofil, höhere Brücke
Unter anderem wird das Bachprofil verbreitert und der Baumbewuchs im Uferbereich entfernt. Außerdem soll ein Umgehungsgerinne errichtet werden. Auf dem Plan steht auch die Erhöhung der Bundesstraßenbrücke. Und nicht zuletzt soll das Vorwarnsystem verbessert werden.
Sieben Rückhaltebecken
Das Gesamtkonzept sehe die Errichtung von sieben Rückhaltebecken mit einem Gesamtspeichervolumen von rund sieben Millionen Kubikmetern und den Ausbau auf zirka 15 Kilometer Flusslänge vor, so Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner (ÖVP).

Die Kosten betragen rund 35 bis 40 Millionen Euro. Danach sei der Schutz vor einem 100-jährligen Starkregenereignis gegeben, so Falb-Meixner.
Reaktionen
Als konstruktiv, bezeichnete Vizebürgermeister Helmut Schuster (SPÖ) das Gespräch zwischen dem Land Burgenland und der Wulkaprodersdorfer Gemeindevertretung. "Ein Großteil der von der Gemeinde geforderten Hochwasserschutzmaßnahmen könne nun in Angriff genommen und, sofern es keine gröberen Schwierigkeiten gibt, bis zum Sommer 2011 auch realisiert werden", so Schuster.

Die Unabhängige Dorfliste Wulkaprodersdorf sieht das Gespräch der Gemeindevertreter mit dem zuständigen Landesrat Falb-Meixner von gestern durchaus positiv, weil erstmals der Eindruck vermittelt wurde, dass die Verantwortlichen in Gemeinde und Land endlich aufgewacht sind und hoffen, dass nun endlich etwas geschieht.

Grete Krojer, Gemeinderätin der Unabhängigen Dorfliste Wulkaprodersdorf: "Obwohl seit einem Jahr und teilweise schon länger sowohl dem Land als auch der Gemeinde genau bekannt ist, welche Maßnahmen für den Hochwasserschutz gesetzt werden müssen, ist bis heute keine einzige Maßnahme umgesetzt worden. Das 'Erinnerungshochwasser' am vergangenen Wochenende hat die Verantwortlichen nun offensichtlich aufgerüttelt."
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