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CHRONIK |
21.07.2010 |
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Frauenleiche gefunden: Mordserie vermutet
Die Polizei hat im Bereich eines Windschutzgürtels zwischen Zurndorf und Nickelsdorf (Bez. Neusiedl am See) eine unbekannte Frauenleiche entdeckt. Die Polizei vermutet eine Mordserie.
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Autofahrer meldete starken Rauch. |
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Unter der Leiche loderte Feuer
Der Körper lag in einem Acker zwischen einem Windschutzgürtel und einem Maisfeld. Das Opfer war fast nackt. Das Gras rund um die Leiche war bis zu einem Feldweg abgebrannt. Unterhalb der Leiche der Frau habe noch das Feuer gelodert, hieß es von der Polizei.
Ein Autofahrer hatte starken Rauch auf der B10 bemerkt und die Feuerwehr Nickelsdorf verständigt. Die Einsatzkräfte stießen dann auf die Leiche.
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"Die Frau hat noch ein bisschen gebrannt"
"Wir sind mit zwei Fahrzeugen und 15 Mann hingefahren. Der Brand war zu diesem Zeitpunkt schon fast vorbei, lediglich ein bisschen Rauch war noch zu sehen", sagte Rudolf Lebmann, Kommandant der Feuerwehr Nickelsdorf.
"Als wir am Ort angekommen sind, wurden wir gleich über den Leichenfund informiert. Ich bin dann hingegangen. Die Frau hat noch ein bisschen gebrannt. Ich habe sie mit dem Feuerlöscher gelöscht."
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"Mit heftiger Gewalt"
"Offensichtlich wirkte der unbekannte Täter mit heftiger Gewalt gegen den Kopf des Opfers ein", erklärte die Polizei.
Laut Oberstleutnant Norbert Janitsch vom Landeskriminalamt Burgenland dürfte die Leiche am Fundort abgelegt und mit einem Brandbeschleuniger übergossen worden sein. Dann zündete sie der Täter an. Im Umfeld des Fundorts war das Areal auf mehreren hundert Quadratmetern verbrannt.
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Obduktion soll am Mittwochnachmittag stattfinden. |
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Zahnprothese und Brille gefunden
Neben der Leiche wurden eine Zahnprothese und eine Brille gefunden. Die Identität der Toten ist derzeit unbekannt.
Das Landeskriminalamt ermittelt. Die Obduktion soll am Mittwochnachmittag stattfinden.
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 Die Polizei gab folgende Beschreibung bekannt: "Weibliche Person, ca. 160 cm groß, schlank, vermutlich blonde Haare, die Leiche trug weiße, sandalenähnliche Schuhe mit ca. drei cm hohen Absätzen, um den Hals ein Kettchen mit goldfarbenem, ca. drei cm großem 'Delfinanhänger'. Die Frau war teilweise entkleidet, trug bei der Auffindung eine Bluse (stark verbrannt) sowie einen BH, am Ringfinger der rechten Hand einen Ring und eine silberfarbene Armbanduhr."
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Ähnliche Fälle
Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit ähnlichen Fällen, die sich in den vergangenen Monaten in Österreich ereigneten, nicht aus. Der Fall weise Parallelen zu bisher ungeklärten Frauenmorden auf. Eine bundesweite Mitfahndung wurde eingeleitet.
In allen Bundesländern werde im Bereich des Rotlichtmilieus ermittelt, betonte das Landeskriminalamt Burgenland.
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Fälle
2007 und Ende Mai dieses Jahres waren verbrannte Leichen von Prostituierten in Niederösterreich entdeckt worden. Ungeklärt sind außerdem zwei Mordfälle nahe Graz aus dem Jahr 2005 und bei Völkermarkt in Kärnten von 2008. Auch in diesen Fällen hatte der Täter versucht, die weiblichen Leichen anzuzünden.
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burgenland.ORF.at, 21.7.10
Getötet und angezündet: Fünf bis dato ungeklärte Frauenmorde in Österreich weisen deutliche Parallelen auf. Die Leichen wurden - nackt bzw. nur teilweise bekleidet - an entlegenen Stellen angezündet.
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noe.ORF.at; 31.5.10
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BKA-Fallanalytiker sollen helfen
Eine Sonderkommission soll gebildet werden, hieß es aus dem Innenministerium. Operative Fallanalytiker des Bundeskriminalamtes, auch als Profiler bekannt, sollen nun gemeinsam mit den Kriminalisten nach Hinweisen suchen, die auf mögliche Zusammenhänge zwischen den jüngsten Leichenfunden im Burgenland und in Niederösterreich schließen lassen, sagte BK-Sprecher Alexander Marakovits.
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burgenland.ORF.at; 21.7.10
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Parallelen
Parallelen gibt es unter anderem zu dem Mord an der in Wien als Prostituierte registrierten Tschechin Katerina V.. Im August 2007 entdeckten Radfahrer ihre Leiche an einer aufgelassenen Bahnstrecke in Asparn an der Zaya (Bezirk Mistelbach). Sie war mit Messerstichen getötet und angezündet worden.
Noch ähnlicher wirkt der Mord an der 24-jährigen bulgarischen Prostituierten Petja F., die am 30. Mai 2010 bei Hohenruppersdorf (Bezirk Gänserndorf) gefunden wurde. Sie starb an einem Schädel-Hirn-Trauma, das sie durch drei wuchtige Schläge mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf erlitten hatte. Das Opfer wurde im Weinviertel abgelegt, mit Benzin überschüttet und angezündet.
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Hinweise erbeten
Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Hinweise können an jede Polizeidienststelle gerichtet werden.
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ORF.at; 21.7.10
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