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MO | 13.02.2012
Neues Rettungsauto für Eisenstadt (Bild: ORF).
RETTUNG
Intensivstation auf vier Rädern
Wird der Notarzt gerufen, zählt jede Sekunde. Denn meist geht es darum, ein Leben zu retten. Seit kurzem steht den Ärzten in Eisenstadt ein ganz neuer Notarztwagen zur Verfügung, der einer rollenden Intensivstation gleicht.
Neues Kühlsystem
Das Kühlsystem ist für Intensivpatienten gedacht. Ein Beispiel: Ein Mann ertrinkt beinahe im Neusiedlersee. Der Notarztwagen kommt rechtzeitig, doch der Patient erleidet einen Herzstillstand.

Der Notarzt leitet die Wiederbelebungsmaßnahmen ein, danach kommen die weißen Kühlmatten zum Einsatz, erklärt Primar Günter Frank vom Krankenhaus Eisenstadt.
Kühlsystem in einem Rettungswagen (Bild: ORF).
Günter Frank (Bild: ORF). "Nach einer Reanimation kühlen"
"Das ist die Möglichkeit, die Patienten nach einem Herzkreislaufstillstand bereits bevor sie ins Krankenhaus kommen zu kühlen. Denn wenn eine Reanimation erfolgreich war, dann besteht die Gefahr, dass das Gehirn einen Schaden davongetragen hat. Und um das zu verhindern, kühlt man den Patienten auf eine Temperatur von etwa 33 Grad", so Primar Günter Frank.
Norbert Frank (Bild: ORF). "Eine Erleichterung"
Wiederbelebungen außerhalb des Krankenhauses kommen immerhin im Schnitt ein bis zwei mal im Monat vor. Für den Leiter der Notfallsanitäter, Norbert Frank, ist der neue Notarztwagen eine riesige Erleichterung.

"Der alte Notarztwagen hat ausgedient. Er war elf Jahre lang im Einsatz. Er war einer der ältesten Notarztwägen in ganz Österreich, der noch im Einsatz war", so Frank.
"Eventuell Veränderung der Positionierung"
Alles in allem hat der neue Notarztwagen mit den modernsten Geräten 150.000 Euro gekostet. Und vielleicht wird das nicht die letzte derartige Investition bleiben:

"Es gibt derzeit im Burgenland fünf Notarztwägen. Ich glaube, das ist eine gute Anzahl. Es wäre eventuell eine Veränderung der Positionierung im Nordburgenland möglich. Der Bezirk Neusiedl ist derzeit etwas verwaist", so Günter Frank.
Hier wäre ein weiteres Einsatzfahrzeug sinnvoll, so der Primar. Die verantwortlichen Politiker wissen bereits Bescheid.
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