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MI | 11.04.2012
Motorsäge (Bild: APA)
KRIMINALITÄT
Polizei warnt: Betrug mit Billig-Motorsägen
Laut Kriminalpolizei häufen sich die Fälle, in denen Straßenhändler versuchen, minderwertige Motorsägen zu verkaufen. Die Sägen wirken auf den ersten Blick wie ein solides Markenprodukt.
Täuschend echt
In den vergangenen Monaten hätten Personen aus Osteuropa, vorwiegend aus Rumänien versucht, mit den Motorsägen zu betrügen, hieß es von der Polizei.

"Die Kettensägen wirken dem ersten Anschein nach als solide Markenprodukte des bekannten Sägenerzeugers 'STIHL'. Das Design ist den echten Markenprodukten meist täuschend ähnlich nachempfunden und für Laien oft nicht von diesen zu unterscheiden", so die Kriminalisten.
Markenname aufgeklebt
Doch der vermeintliche Markenname sei mit einer Klebefolien am Gerät angebracht. Außerdem variieren die Schreibweisen: Es seien unter anderem "STHIL", "STIEL" oder "STEEL" zu lesen gewesen. Manchmal gäbe es zusätzlich – auch tatsächlich gängige Typenbezeichnungen auf den Sägen.
Die Sägen kommen aus Asien.
Wert 25 Euro; Preisforderung 300 Euro
Die Sägen werden im asiatischen Raum erzeugt und gelangen auf dem Seeweg nach Europa. Der Einkaufswert solcher Geräte liegt etwa bei 25 Euro. Die betrügerischen Händler versuchen, die Sägen um rund 300 Euro pro Stück weiterzuverkaufen.

Werde verhandelt, verkaufen sie die Geräte mitunter auch ein wenig billiger.
Polizei: Vorsicht geboten
Die Produkte entsprechen aber nicht den europäischen Qualitäts- und Sicherheitsstandards, warnt die Polizei. Es sei beim Umgang mit diesen Geräten höchste Vorsicht geboten.
Nur im autorisierten Fachhandel
Laut Mitteilung des Herstellers werden Neugeräte lediglich im autorisierten Fachhandel angeboten. Nur dort wird auch eine Garantie eingeräumt.
"Gesundes Misstrauen" an den Tag legen
Die Kriminalisten raten, bei solchen Straßengeschäften ein "gesundes Misstrauen an den Tag" zu legen und sich die erforderliche Gewerbeberechtigung einer österreichischen Behörde zeigen zu lassen.

Fühle man sich bedrängt, solle man nicht davor zurückscheuen, die Polizei zu verständigen.
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