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CHRONIK |
09.03.2010 |
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Bischof Iby: Konsequenzen für Pfarrer
Diözesanbischof Paul Iby hat in "Burgenland heute" in dem Fall eines oststeirischen Pfarrers, der Missbrauch an Kindern und Jugendlichen vor 25 Jahren zugegeben hat, Konsequenzen angekündigt. Der Fall werde neu untersucht.
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"Ausmaß war mir nicht bekannt"
In "Burgenland heute" nahm Iby am Dienstag Stellung zu dem Fall jenes oststeirischen Pfarrers, der gegenüber der Wochenzeitung "Falter" zugegeben hatte, vor rund 25 Jahren Kinder und Jugendliche missbraucht zu haben. Der Pfarrer wurde vor zehn Jahren ins Burgenland versetzt, wo er heute noch tätig ist.
Iby sagte im Livegespräch in "Burgenland heute" am Dienstagabend, dass ihm das "Ausmaß der Missgriffe" des Pfarrers nicht bekannt gewesen sei.
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Aus der Zeitung erfahren
"Zunächst muss ich feststellen, dass ich das Ausmaß der Missgriffe aus der Zeitung erfahren habe. So war mir das vor Jahren nicht bekannt. Vor etwa zehn Jahren waren mir zwei bis drei Fälle bekannt und auch nur punktuelle Dinge", so Iby.
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"Aus heutiger Sicht würde ich ganz anders reagieren." |
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"Ich muss mich dafür entschuldigen"
"Der Pfarrer hatte vor Jahren Therapiestunden absolviert. Ich muss mich dafür entschuldigen, dass das damals war. Es war mein erster Fall, mit dem ich konfrontiert wurde, und auch in dem Ausmaß nicht bekannt", sagte Iby.
"Aus heutiger Sicht würde ich ganz anders reagieren. Ich würde den Pfarrer sofort vom Dienst entheben, solange die Sache nicht geklärt ist."
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"Bezweifle, dass Verbleib möglich ist"
Er habe vor, "den Fall dieses Pfarrers meiner Kommission möglichst rasch zu übertragen", sagte der Bischof. "Auch die Konsequenzen, die zu ziehen sein werden, werden auch nach all den Jahren gezogen werden. Ob ein Verbleib des Pfarrers möglich ist, das bezweifle ich."
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"Bekenntnis der Wahrheit"
Er können sich dafür verbürgen, dass Vorkommnisse dieser Art heute nicht mehr möglich seien. "Die Täter werden zur Bekenntnis der Wahrheit gebeten", so Iby.
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"Weiß nicht, ob ich das ertragen kann"
"Ich weiß nicht, was unter der Decke des Schweigens noch alles verborgen ist. Ich sehe das mit Betroffenheit, was ich erfahren habe. Wenn weitere Fälle auftauchen, weiß ich nicht, ob ich das durchstehen und ertragen kann", sagte der Bischof in "Burgenland heute".
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Diskussion über Zölibat Sache der Weltkirche
Dem Zölibat könne man "nicht grundsätzlich und alleine die Schuld geben. Das ist eine Lebensform, die vom Betreffenden viel verlangt, aber auch ihre guten Seiten hat. Es kommt aber auch vor, dass da Verklemmungen entstehen und dass es dann zu Missbrauch kommt. Das muss man dann klären", sagte Iby.
Über das Zölibat zu diskutieren sei Aufgabe der Welltkirche.
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burgenland.ORF.at; 9.3.10
Ein Pfarrer in der Oststeiermark soll vor rund 25 Jahren laut der Wochenzeitung "Falter" bis zu 20 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht oder belästigt haben. Der Pfarrer wurde danach ins Burgenland versetzt. Die Taten sind verjährt.
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ORF.at; 10.3.10
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ORF.at; 9.3.10
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