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MO | 13.02.2012
Schulung (Bild: ORF)
BILDUNG
Deutsch-Integrationskurse sind wenig gefragt
Migranten sollen - laut nationalem Aktionsplan für Integration - schneller und besser Deutsch lernen. Ein Unterfangen, dass sich im Burgenland bei genauerer Betrachtung allerdings als nicht ganz so einfach bewerkstelligen lässt.
Vorbereitung auf offizelle Deutschprüfung
Der so genannte Deutsch-Integrationskurs bereitet Migranten auf die offizielle Deutschprüfung vor, die zur Erfüllung der im Gesetz geregelten Integrationsvereinbarung nötig ist.

Entsprechende Kurse werden auch im Burgenland angeboten - unter anderem vom Berufsförderungsinstitut BFI.

BFI: Kurse nur auf dem Papier
Hier hat es den Kurs bisher allerdings nur auf dem Papier gegeben, sagt Lotte Krojer vom BFI Eisenstadt.
Mobilitäts, Zeit- und Finanzproblem
"Wir bieten diese Kurse im Ausmaß von 300 Unterrichtseinheiten an, wir konnten aber bis dato noch keinen Kurs durchführen.

Die Nachfrage ist zwar da, es mangelte bisher immer daran, dass die entsprechende Zahl an Kurs-Teilnehmern nicht zur selben Zeit am selben Ort sein konnten. Konkret ist es vor allem ein Mobilitäts, Zeit- und Finanzproblem, so Krojer".
Letzter Kurs fand vor zwei Jahren statt.
Wifi: Zu wenig Anmeldungen
Anders die Situation im burgenländischen Wifi. Auch hier hat es im vergangenen Jahr keinen Integrationskurs gegeben.

Grund war allerdings, dass nicht genügend Teilnehmer gefunden werden konnten, sagt Claudia Gönitzer vom Wifi Burgenland.

Für die Abhaltung des Kurses sind mindestens 15 Teilnehmer notwendig. Der bisher letzte Kurs des Wifi fand im Jahr 2008 statt.
Auch Volkshochschulen mit an Bord
Kurse werden auch von den burgenländischen Volkshochschulen angeboten, allerdings wird hier nicht explizit zwischen Integrationskursen und "Deutsch als Fremdsprache" Kursen unterschieden.
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