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MO | 13.02.2012
Windrad-Sujet (Bild: fotolia.com/Volker Wille)
TECHNIK/UMWELT
Mehr Geld für Strom aus Windenergie
Heute tritt die neue Ökostromverordnung in Kraft: Für Strom aus Windenergie gibt es deutlich mehr Geld. Das sei ein wichtiger Schritt in Richtung stromunabhängiges Burgenland bis 2013, sind sich SPÖ und ÖVP ungewohnt einig.
Der Einspeistarif für Windkraft steigt von bisher 7,53 Cent pro Kilowattstunde auf 9,7 Cent.
Verordnung nachgebessert
Mehr als 200 Windräder stehen derzeit im Burgenland - nun werden es deutlich mehr werden. Denn die neue Ökostrom-Verordnung wurde zuletzt im Sinne des Burgenlandes noch nachgebessert: Der Einspeistarif für Windstrom ist nämlich von ursprünglich geplanten 9,4 auf 9,7 Cent pro kW/h erhöht worden.

Windkraft rechnet sich
Er steigt damit im Vergleich zu bisher um ganze 29 Prozent, womit sich der Bau von Windkraftanlagen wieder rechnet. Damit habe sich das Burgenland mit seinen Forderungen vollinhaltlich durchgesetzt, sagt Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ).
100 neue Windräder
"Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren 100 neue Windräder im Burgenland errichtet werden, dass wir mit diesen 100 zusätzlichen Windrädern das Burgenland stromautark machen können", so Niessl.
Verordnung als Erfolg
Auch Landeshauptmann-Stellvertreter, Wirtschaftsreferent Franz Steindl (ÖVP), verbucht die neue Verordnung als Verhandlungserfolg.

Beim Ausbau der Windenergie im Burgenland gelte es jetzt, keine Zeit zu verlieren, um so gut wie möglich von der Bundesförderung zu profitieren, so Steindl.
21 Millionen Euro Förderung
"Denn es stehen statt 17 Millionen heuer 21 Millionen Euro bereit. Und es gilt natürlich das Prinzip: Wer zuerst kommt, der bekommt auch die Möglichkeit, aus dem Vollen zu schöpfen", so Steindl.
Mehr Personal für UVP-Abwicklung
Genau das verspricht Landeshauptmann Niessl: Er werde eine außerordentliche Sitzung des Raumplanungsbeirates einberufen und habe bereits mehr Personal für die Abwicklung der notwendigen Umweltverträglichkeitsprüfungen angefordert.

Die 100 zusätzlichen Windkraftanlagen werden Investitionen von mehr als 300 Millionen Euro bewirken und die Windstrom-Produktion im Burgenland nahezu verdoppeln.

Flächen umgewidmet
In Halbturn und Andau (Bezirk Neusiedl am See) sind bereits entsprechende Flächen umgewidmet.

Weitere mögliche Standorte sind Mönchhof, Nickelsdorf, Gattendorf, Pama (alle Bezirk Neusiedl am See), sowie Zagersdorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) und Deutschkreutz (Bezirk Oberpullendorf).
Reaktion
Kritik am neuen Ökostrom-Gesetz kommt von den Grünen. Es sei das schlechteste Fördergesetz in Europa und hätte innerhalb weniger Jahre zu einem Totalstillstand beim Ausbau erneuerbarer Energieträger geführt, sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. Dass die Tarife für Windkraft jetzt minimal angehoben wurden, sei ein Tropfen auf den heißen Stein, so Brunner.
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