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MO | 13.02.2012
Schneefall (Bild: ORF)
WETTER
Neuschnee: "Wetterwarnung rot"
Bis Montag sind auch im Burgenland große Neuschneemengen zu erwarten. Schon seit den frühen Morgenstunden des Freitags schneit es. Die Autofahrerclubs raten zur Vorsicht. Für den Winterdienst gilt "Wetterwarnung rot".
Fahrzeuge blieben hängen
In der frühen Morgenstunden haben am Freitag die Schneefälle im Burgenland eingesetzt. Viele Straßen sind schneeglatt, die Räumfahrzeuge sind im Dauereinsatz. Teilweise regnet es auch.

Der Wintereinbruch lässt in den kommenden Tagen massive Probleme im Straßenverkehr erwarten. Ein Hotspot im Burgenland könnte der Sieggrabener Berg auf der Burgenland-Schnellstraße (S31) werden, wo schon am Freitag immer wieder Fahrzeuge hängenblieben.
Fahrverhalten anpassen
Bei Schneefahrbahn kann sich der Anhalteweg verdreifachen, bei Glatteis gar sechsmal so lang werden, darauf wies der VCÖ hin. Autofahrer müssen sich auf brenzlige Situationen gefasst machen.
Unfälle
In den vergangenen fünf Jahren haben sich bei winterlichen Fahrverhältnissen im Durchschnitt 2.150 schwere Verkehrsunfälle ereignet, bei denen pro Jahr 2.950 Menschen verletzt wurden und 36 Personen starben.
Bis zu 30 Zentiemeter Neuschnee
Laut der derzeitigen Prognose der ZAMG dürften es in Wien zwischen 25 und 40 Zentimeter Neuschnee werden. Für Eisenstadt sind bis zu 30 Zentimeter vorausgesagt. Am heftigsten sollen die Schneefälle im Burgenland zwischen Freitag und Samstag ausfallen.
Vorbereitungen seit Mitte Oktober.
"Wetterwarnung rot"
Für den burgenländischen Winterdienst gilt "Wetterwarnung rot": Von Freitag bis inklusive Montag sind nicht nur starke Schneefälle angekündigt, am Samstag kann auch noch Regen und damit Glatteisgefahr dazukommen.

Dennoch sind die Mitarbeiter des Winterdienstes relativ gelassen, schließlich haben sie sich schon seit Mitte Oktober auf den Schnee vorbereitet.
Räumfahrzeug in verschneiter Straße. (Bild: ORF)
Bis zu 400 Mitarbeiter des Winterdienstes können im Turnus - wenn es sein muss - 24 Stunden lang im Einsatz sein, um dafür zu sorgen, dass die Burgenländer möglichst sicher ans Ziel kommen.

Gestreut wird hauptsächlich Feuchtsalz: Eine Mischung aus Trockensalz und Sole. Denn das feuchte Salz wird nicht so leicht von der Straße verweht, es wirkt schneller, daher braucht man weniger und schont damit auch die Umwelt, hieß es vom Winterdienst. In den Hallen und Silos lagern 8.500 Tonnen Streusalz und 2.000 Tonnen Splitt.
Autofahrerclubs raten zu Vorbereitungen
Die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ haben am Donnerstag dringend geraten, sich entsprechend vorzubereiten.

Vereiste Scheiben und angefrorene Türen würden zum geringsten Problem, wenn vor lauter Schnee kein Asphalt mehr zu sehen ist, hieß es.
Umfahren, wenn möglich
Die Konsistenz des Untergrunds sei kaum zu erkenne, so ÖAMTC-Experte Roland Frisch. Man könne nicht sagen, ob der Schnee weich und pulvrig oder hart gefroren ist. "Deshalb sollten Verwehungen prinzipiell bestmöglich 'umfahren' werden", sagte der Experte. Dazu könne auch die Gegenfahrbahn genutzt werden, sofern dadurch andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.
Tipp 1: Lenkrad festhalten
Wichtig ist, dass der Fahrer das Lenkrad beim Durchfahren einer Verwehung mit beiden Händen festhält. "Es besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug stark zieht, ähnlich wie bei Seitenwind", erklärt der ÖAMTC-Experte. Im schlimmsten Fall kann das Fahrzeug ins Schleudern geraten oder von der Fahrbahn abkommen.
Tipp 2: Schneeketten
Gegebenenfalls Schneeketten anlegen, bevor man in Verwehungen hinein fährt.
Tipp 3: Langsam
"Immer langsam hinein", rät ÖAMTC-Experte Roland Frisch. So bleibt eine Rückfahrt möglich, falls das Fahrzeug stecken bleibt. Fährt man zügig durch Verwehungen, kann es zu Sichtbehinderungen durch den aufgestaubten Schnee kommen.
Gefahr von Schäden am Fahrzeug
Da oft nicht erkennbar ist, wie tief die Verwehung ist, besteht auch die Gefahr von Beschädigungen am Fahrzeug. Gebrochene Plastikabdeckungen, Schäden an der Karosserie und vereiste Kühler können in weiterer Folge zu Schäden am Motor führen.

Ist die Verwehung höher, als die Bodenfreiheit des Fahrzeugs, sitzt es am Unterboden auf. Die Reifen verlieren den Bodenkontakt. "Bei Fahrzeugen mit verstellbaren Fahrwerken diese also in die Höhe stellen", empfiehlt der ÖAMTC-Experte.
Wer nicht schaufelt, muss zahlen
Aber auch Hausbesitzer müssen sich wappnen: Wer nicht schaufelt oder Firmen mit dem Schneeräumen beauftragt, muss mit Strafen rechnen.
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