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MI | 11.04.2012
Lehrling bei der Ausbildung (Bild: fotolia.com/bilderbox)
WIRTSCHAFT
Stiftungen gegen Jugendarbeitslosigkeit
Jungen Menschen, die durch die Wirtschaftskrise ihren Job verloren haben, will das Land mit Hilfe von Stiftungen ermöglichen, wieder im Berufsleben Fuß zu fassen. 1.000 Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten soll es geben.
9,2 Millionen Euro
Insgesamt sollen mit Mitteln in der Höhe von 9,2 Millionen Euro von Bund, Land und vom Europäischen Sozialfonds 1.000 Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Davon werden rund 170 Plätze in Form von zwei Jugendstiftungen angeboten, so Landesrat Peter Rezar (SPÖ).
Stiftung "Just"
Die Stiftung "Just" richtet sich vor allem an ehemalige Mitarbeiter von Arbeitskräfteüberlassern sowie Klein- und Mittelbetrieben und umfasst 50 Ausbildungsplätze. Die Kosten liegen bei 250.000 Euro, das Land übernimmt 62.500 Euro.
Stiftung "Schnittstelle"
Die Stiftung "Schnittstelle" soll Einstiegsjobs für 120 junge Burgenländer schaffen. Von rund 676.000 Euro Gesamtkosten steuere das Land 200.000 Euro bei.
Ohne Lehrabschluss
Zielgruppe für die Stiftungen seien Jugendliche, die keinen fertigen Lehrabschluss haben oder Zusatzqualifikationen erwerben wollen, erläuterte AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl.
Zwei Altersgruppen
Das Jugendpaket des Landes sei für zwei Altersgruppen konzipiert: Für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sind Maßnahmen nach dem Jugendausbildungsgesetz in überbetrieblichen Lehrwerkstätten vorgesehen.

Mit den zur Verfügung stehenden 450 Plätzen setze man die Ausbildungsgarantie im Burgenland um, so Rezar.

Die zweite Zielgruppe erfasse Jugendliche bis zum 25. Lebensjahr. Für sie bestehe die Möglichkeit zur Qualifizierung im Zuge einer Facharbeiter-Intensivausbildung. Außerdem kann die Reifeprüfung nachgeholt werden. Weitere Möglichkeiten bieten AMS-Kurse sowie die Jugendstiftungen.
Vor allem 20- bis 24-jährige Männer betroffen
Der Zuwachs der Jugendarbeitslosigkeit betreffe derzeit vor allem 20- bis 24-jährige Männer, erklärte Sengstbratl.

Frauen seien dann stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, wenn die Krise auf den Dienstleistungsbereich überschwappe, womit man in den nächsten Jahren rechne.

Bei den unter 19-Jährigen seien die Arbeitslosenzahlen hingegen aufgrund von Maßnahmen sinkend.
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