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MI | 11.04.2012
Symbolfoto Geld (Bild: ORF/rubra)
WIRTSCHAFT
"Zweite Sparkasse" nun auch im Burgenland
Ab sofort ist die "Zweite Sparkasse" auch im Burgenland tätig. Sie bietet Kunden, die in finanzieller Notlage und bei anderen Banken unerwünscht sind, leistbare Kontokonditionen.
Konto und andere Leistungen
Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, erhalten bei der "Zweiten Sparkasse" ein kostenloses Habenkonto und andere Leistungen wie Versicherung und Rechtsberatung, sagte Landesrätin Verena Dunst (SPÖ).
Angebote
- ein Basiskonto inklusive BankCard
- ein Aufbaukonto mit erhöhtem Zinssatz
- ein fakultativ wählbarer s-Aufbau-Bausparvertrag
- eine kostenlose Rechtsberatung pro Quartal
- eine kostenlose Unfallversicherung, die beide automatisch mit der Kontoeröffnung verbunden sind
- eine Haushaltsversicherung zu einem für die Kunden leistbaren Betrag
Österreichweit rund 5.000 Konten
Die "Zweite Sparkasse" wurde von der Caritas, der Schuldnerberatung und von der ERSTE-Stiftung, der Hauptaktionärin der Erste Bank Gruppe, initiert und aufgebaut. Mittlerweile haben österreichweit rund 5.000 Menschen dort ein Konto.
Schuldnerberatung vermittelt
Menschen, die Angebote der "Zweiten Sparkasse" wahrnehmen wollen, können sich an die Schuldnerberatung des Landes wenden. Von dort werden sie an die Filialen weitergeleitet.
"Zweite Sparkasse" im Burgenland
Angeboten wird das Service der "Zweiten Sparkasse" im Burgenland in den Filialen der Erste-Bank in Eisenstadt, Oberwart und Güssing. und der Sparkasse Hainburg, Bruck, Neusiedl.
Bankkonto wichtige Voraussetzung
Im Burgenland ist die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent gestiegen.

Diese Zahl verdeutliche, dass Menschen immer häufiger in eine soziale oder wirtschaftliche Notlage schlittern, die oft auch den Abbruch der Bankbeziehung zur Folge hat, so Dunst. Ein Bankkonto gehöre heute allerdings zur alltäglichen Grundausstattung und sei eine wichtige Voraussetzung für ein geordnetes Leben.
Bis zu 40.000 Menschen betroffen
Franz-Karl Prüller von der "Erste Stifung", früher Leiter der Caritas-Auslandshilfe, setzt die Zahl aller Menschen in Österreich ohne Konto noch höher an: Bis zu 40.000 Menschen könnten betroffen sein, denn so vielen zahle das AMS die Leistungen bar aus.

Die Schuldnerberatung des Landes Burgenland hat laut dem Leiter des Konsumentenschutzreferates Peter Zinggl jedes Jahr 600 bis 700 Neukunden, von ihnen hätte jeder zehnte kein Konto.
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