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MO | 13.02.2012
Literarische Erinnerungsreise (Bild: ORF)
KULTUR
Literarische Grenzreise erinnerte an 1989
Das Literaturhaus Mattersburg hat die Grenzöfffnung Ungarns für DDR-Bürger vor 20 Jahren zum Anlass genommen, eine Busfahrt entlang der Grenze zu organisieren. Literatur und Theater bestimmten die Reise.
Auseinandersetzung
Für die DDR-Bürger, die vor 20 Jahren in Ungarn auf die Flucht in den Westen gewartet hatten, war der 11. September 1989 ein entscheidender Tag: Ungarn erlaubte damals offiziell die Ausreise nach Österreich.

Das Literaturhaus Mattersburg lud zur Erinnerung und zur Busfahrt. Es war eine literarische Betrachtung der damaligen Ereignisse.
Spiel um die Macht von Grenzen
An der verlassenen Grenzstation bei Kittsee erwartete Schauspieler Christian Weinberger die Reisenden als Grenzwachebeamter. Dies war Teil einer Inszenierung, die am Grenzübergang Kittsee/Jarovce weitergesponnen wurde.

Basierend auf dem Theaterstück "Hin und Her" von Ödön von Horvath inszenierte Theatermacher Joseph Hartmann ein Spiel um die Macht von Grenzen.
Einige Grenzen seien zwar gefallen. Dennoch müsse man sich damit auseinandersetzen, dass die Grenzen im Kopf nach wie vor bestehen, sagte Joseph Hartmann.
Einen Beitrag dazu gibt es auch in "Burgenland heute" um 19.00 Uhr in ORF 2.
Texte und Musik
Beim Grenzübergang St. Margarethen erzählte die Soproner Autorin Zsuzsa Rakovszky vom Leben als Schriftstellerin vor dem Fall der Grenze.

Letzte Station der fahrenden Literaturgesellschaft war Brennbergbanya. Schauspieler Alfred Schedl unterhielt mit einem Text des slowakischen Autors Michal Hovrecky.

Die Literaturtour endete mit einem grenzüberschreitenden musikalischen Gruß des Ersten Ruster Männergesangsvereins.
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