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LANDESMUSEUM |
28.08.2009 |
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Historische Awarenfunde verschwunden
Im Landesmuseum in Eisenstadt sind historische Ausgrabungsstücke verschwunden. Die Funde aus den Awarengräbern in Sigleß wurden für eine Ausstellung an das Museum verliehen. Nun ist ein Teil von ihnen unauffindbar.
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Für "Die Bernsteinstraße" verliehen
Im Museum sind historische Ausgrabungsstücke gut aufgehoben - sollte man glauben. In Sigleß sind derzeit viele wohl anderer Meinung: Fundstücke aus den Awarengräbern in Sigleß wurden für die Ausstellung "Die Bernsteinstraße" an das Landesmuseum verliehen, aber nur einen Teil davon bekamen die Sigleßer bis jetzt zurück.
Der Rest sei im Moment nicht auffindbar, hieß es aus dem Landesmuseum.
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 Die Grabbeigaben aus der Awarenzeit waren jahrhundertelang in einem Hügelgrab bei Sigleß verborgen. Jetzt harren sie vermutlich in irgendeiner Kiste in den Tiefen des Eisenstädter Landesmuseums ihrer Wiederentdeckung. Ein Teil der Grabbeigaben wurde bei der Schau auch gezeigt und bereits wieder ordnungsgemäß zurückgegeben.
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Musuemsdirektor spricht von Kleinfunden
Von einigen Objekten, die für die Ausstellung gar nicht verwendet wurden, fehlt allerdings jede Spur. Der Direktor des Landesmuseums, Josef Tiefenbach, sprach von Kleinfunden mit einer Versicherungssumme im Wert von 2.000 Euro.
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"Sind einzigartige Stücke"
Die Leiterin der Ausgrabungen in Sigleß, Dorothea Talaa, sieht das anders. "Es sind Schmuckgegenstände. Die sind natürlich klein. Der Wert ist insofern hoch, als es einzigartige Stücke sind", so Talaa.
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Stücke werden bereits ein halbes Jahr lang gesucht. Die Angelegenheit ist zum Versicherungsfall geworden. |
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Suche bisher erfolglos
Allem archäologischen Spürsinn zum Trotz sind die Mitarbeiter des Landesmuseums bisher bei ihrer Suche nach den vermissten Grabbeigaben erfolglos geblieben.
Es sei nicht einfach, die vermissten Objekte unter Kisten mit Tausenden Stücken zu finden, erklärte Tiefenbach. Man suche jetzt bereits ein halbes Jahr, und die Angelegenheit sei jetzt ein Versicherungsfall.
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"Man fragt sich, wie das möglich ist." |
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Kritik an Ausstellungswesen
Sie habe nicht das Gefühl, dass die Suche besonders intensiv betrieben werde, kritisierte dagegen Talaa. Die Archäologin sieht durch den Fall das ganze Ausstellungswesen infrage gestellt.
"Wenn man Gegenstände an ein Landesmusuem verleiht, das ja mit allen Sicherheitsausrüstungen versehen ist, und diese Gegenstände dann verschwinden, fragt man sich, wie das möglich ist und ob man dann überhaupt noch Gegenstände verleihen kann - an wen auch immer", so Talaa.
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Hoffen auf Auftauchen
Talaa hofft, dass die verschollenen Grabbeigaben doch noch auftauchen. Immerhin seien sie ein wichtiger Teil der burgenländischen Geschichte.
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burgenland.ORF.at; 14.7.09
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burgenland.ORF.at; 15.7.09
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