Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Hochwasser (Bild: ORF)
HOCHWASSER
Weiter angespannte Lage im Landessüden
Das Hochwasser hält das Burgenland weiterhin in Atem: Im Bezirk Güssing hat es auch Montag immer wieder stark geregnet. In Glasing musste Bundesheersoldaten Rinder in Sicherheit bringen.
Boden kann nichts mehr aufnehmen
Die Güssinger kommen nicht zur Ruhe: Die Stadt ist weiterhin überflutet. Schon in der Nacht auf Montag sei die Strem wieder über die Ufer getreten, erklärte Bürgermeister Peter Vadasz. Montagvormittag begann es wieder stark zu regnen.

Der Boden könne nichts mehr aufnehmen, man könne das Wasser "gerade noch im Zaum halten". Die Pegelstände seien zwar leicht gesunken, doch bevor sie nicht massiv sinken würden, könne man keine Entwarnung geben.
Kühe (Bild: ORF)
300 Rinder vor dem Hochwasser gerettet
In Glasing mussten Bundesheersoldaten 300 Rinder aus einem Stall holen, den Tieren stand das Wasser buchstäblich bis zum Hals.
Helfer sind schon seit Tagen im Einsatz.
Hunderte Helfer im Einsatz
So standen in Güssing etwa die Festwiese, der Sportplatz und das Freibad unter Wasser. Die Einsatzkräfte seien bereits den fünften Tag ständig unterwegs, Feuerwehr und freiwillige Helfer würden Tag und Nacht arbeiten.

Man müsse heute und Dienstag abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Neben den Pumparbeiten habe man bereits auch mit den Aufräumarbeiten begonnen, so Vadasz. Nachdem alles vorbei sei, müsse man über die "Schwachstellen" reden, durch die die Situation entstanden ist.
Entspannung in Strem
Die Ortschaft Strem sei laut Güssinger Bezirkshauptmann Johann Grandits so gut wie trocken. Allerdings steige der Pegel des Strembachs wegen der Regenfälle Montagvormittag wieder, hieß es.

Derzeit rechne man nicht damit, dass die Strem so hoch steigt, dass sie die Gemeinde gefährde. Ein Problem stelle dafür jedoch etwa der Limpibach dar. Bis zu den Abendstunden könne man im betroffenen Gebiet jedoch mit 90-prozentiger Sicherheit mit Gewittern rechnen. Die Einsatzkräfte seien derzeit mit Aufräumarbeiten beschäftigt, Entwarnung könne noch nicht gegeben werden.
Leitha (Bild: ORF)
Pegel der Leitha ging zurück
Im Nordburgenland ist im Bezirk Neusiedl am See der Wasserstand der Leitha seit Sonntag um etwa zehn Zentimeter zurückgegangen. Ein Damm in Zurndorf wurde mit Schotter verstärkt worden, auch neue Löcher beim Damm in Gattendorf wurden wieder geschlossen.

Von einer Entwarnung kann noch lange keine Rede sein, auch weil es im Einzugsbereich der Leitha am Montag neuerlich regnete und der Wasserstand im Oberlauf des Flusses wieder im Ansteigen war.
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