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SOZIALES |
22.05.2009 |
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Journalist kämpft für mehr Menschlichkeit
Der Journalist Elias Bierdel hat in Oberpullendorf über die verzweifelten Fluchtversuche von Menschen aus Afrika nach Europa berichtet. Der Berliner lebt nun in Pinkafeld, er wurde selbst zum Lebensretter von Flüchtlingen.
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Lebensretter im Mittelmeer
Das Schicksal von Menschen aus Afrika, die nach Europa wollen, bewegt Elias Bierdel schon seit Jahren. Der gebürtige Berliner wurde 2004 im Zuge eines Hilftransportes mit einem Schiff im Mittelmeer zufällig zum Lebensretter.
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"Unser Schiff, die Cap Anamur, wollte Hilfsgüter in den Irak bringen, nach einer Motorpanne mussten wir auf Malta einen Stopp einlegen. Nachdem das Schiff repariert war, machten wir Testfahrten und entdeckten dabei ein kleines Boot mit Flüchtlingen und wir nahmen die Menschen an Bord, es waren 37 Männer", erzählt Bierdel.
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Vom italienischen Staat angeklagt
Elias Bierdel und der Kapitän werden wegen dieser Rettungsaktion vom italienischen Staat angeklagt. Der Staatsanwalt wirft ihnen unter anderem Schlepperei vor und fordert vier Jahre Haft. Das Verfahren ist noch im Gang.
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Bierdel spart nicht mit Kritik
Laut Bierdel ist Europa an der Situation in Afrika nicht ganz unschuldig. "Es sind unsere Agrarsubventionen, die die Märkte dort zerstören."
Er sehe mit großem Schrecken, dass Europa zu einer Festung ausgebaut werde. Migranten würden mit Waffengewalt gestoppt und zur Umkehr gezwungen, kritisiert der Journalist.
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Vorträge in ganz Europa
Der 48-Jährige ist vor einem Jahr von Deutschland ins Burgenland übersiedelt. Hier fühle er sich wohl, sagt Bierdel, der europaweit Vorträge über das stille Sterben an der EU-Außengrenze hält und Bücher schreibt.
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