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DI | 14.02.2012
Awaren-Skelett. (Bild: burgenland.ORF.at)
SIGLESS/MATTERSBURG
Historische Spurensuche wird fortgesetzt
Zwischen Mattersburg und Sigless wird in den nächsten Monaten wieder gegraben: Die Archäolgin Dorothea Talaa und ihr Team heften sich neuerlich auf die Spuren der Awaren, die dort einst gelebt haben.
Im Auftrag der Gemeinden Sigless und Mattersburg.
Grabungsarbeiten seit 2007
Die ersten Spuren der Awaren wurden im Sommer 2007 bei Sigless entdeckt, mehrere Hügelgräber wurden geöffnet. Skelette von Frauen und Kindern wurden ebenso entdeckt wie antike Schmuckstücke oder Messer.

Im Vorjahr legte Dorothea Talaa dann auch im Ried Stückl in Mattersburg aufschlussreiche Fundstücke aus der Awaren- und Römerzeit frei.
Ofen, Schmuck & Schädelreste
Schwerpunktmäßig dürfte das Areal bei Mattersburg in der römischen Epoche - vom 1. bis ins 4. Jahrhundert nach Christus - und in awarischer Zeit vom 7. bis ins 9. Jahrhundert nach Christus - besiedelt gewesen sein.

Unter den Fundstücken waren auch ein Ofen, Messer, Schmuckstücke sowie ein menschlicher Schädel.

Sehr interessant war für Talaa auch der Fund eines Metallstückes mit einem Kreuzsymbol, das auf eine frühe Christianisierung hinweisen dürfte.
Wer hat den Schaden verursacht?
Siedlung wurde gewaltsam zerstört
Bei den Grabungen wurde außerdem festgestellt, dass die awarische Siedlung gewaltsam zerstört wurde.

Deshalb will sich Talaa heuer bei ihren Forschungsarbeiten darauf konzentrieren herauszufinden, wer diese Siedlung zerstört hat und warum.

Geprüft wird außerdem, ob sich auch die Goten in diesem Gebiet angesiedelt haben. Gegraben wird dabei auch wieder auf Siglesser Hotter.
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