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MI | 11.04.2012
S31. (Bild: ORF)
VERKEHR/POLITIK
S31: Weiter keine Einigung mit Ungarn
Die S31 bleibt ein politischer Dauerbrenner. Dem "Personenkomitee zum Weiterbau der S31 bis zur Staatsgrenze" geht alles zu langsam. Aber solange die Einigung mit Ungarn über einen Grenzübertrittspunkt fehlt, wird nicht gebaut.
Das Personenkomitee beklagt die mangelnde Information und fehlende Entscheidungen.
Mitsprache aus Ungarn
Das kleine Dörfchen Olmod an der burgenländisch-ungarischen Grenze hat ein gewichtiges Wort mitzusprechen, wenn es um die Verlängerung der S31 geht.

Denn die geplante Trasse führt zwischen Klostermarienberg und Olmod über die Grenze - eine Variante mit der sich die Olmoder noch nicht so recht angefreundet haben.
Bei einem Treffen Ende Februar sollen Lösungen gesucht werden.
Einwände erhoben
Sie haben Einwände erhoben und könnten diese aufgrund der rechtlichen Lage in Ungarn auch stärker vertreten als das bei uns der Fall wäre, sagt Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (SPÖ).

Vertreter der Asfinag, des Landes und der ungarischen Infrastrukturgesellschaft NIF werden daher am 20. Februar zusammentreffen, um Lösungsvorschläge auszuarbeiten, erklärt Bieler.
Suche nach Kompromiss
"Wir suchen jetzt gemeinsam eine Kompromissvariante, Vorschläge, wo auch Olmod zustimmen kann, was Umweltschutz, Lärm- und Sichtschutz betrifft, damit die in ihrer Lebensqualität nicht eingeschränkt sind", so Bieler.
Verhandlungen mit Zeitlimit
Bei den Verhandlungen hat man sich ein Zeitlimit gesetzt. Man wolle heuer die Zustimmung aus Ungarn bekommen, weil man sonst Alternativen überlegen - also eine neue Trasse suchen müsse, sagt Bieler.
Die Baukosten für die sechs Kilometer betragen rund 20 Millionen Euro.
Start 2010
2010 soll auf jeden Fall mit dem ersten Abschnitt der Verlängerung der S31 in Richtung Staatsgrenze begonnen werden.

Das sechs Kilometer lange Teilstück von Oberpullendorf bis zur B61 bei Unterloisdorf ist beschlossene Sache. In den nächsten Wochen soll die Umweltverträglichkeitsprüfung starten.

Warten auf Zusage aus Ungarn
Der Weiterbau bis zur Staatsgrenze hängt aber nicht nur von der Gemeinde Olmod ab. Erst wenn man von Ungarn die fixe Zusage habe, dass als kleine Variante zumindest von Rattersdorf bis Köszeg weitergebaut werde, könne man im Burgenland loslegen. Alles andere wäre ein Schildbürgerstreich, argumentiert Bieler.
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