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DI | 14.02.2012
FSG-Wahlkampfauftakt. (Bild: ORF)
AK-Wahl
FSG startet Wahlkampf
Vom 23. bis zum 31. März finden im Burgenland die Arbeiterkammerwahlen statt. Am Freitag startete die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) im Bezirk Eisenstadt den Wahlkampf.
Schreiner verurteilt Neoliberalismus
An die 72.000 Arbeitnehmer im Burgenland sind Ende März aufgerufen, ihre Vertreter in der Arbeiterkammer zu wählen.

Der Spitzenkandidat der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter, Arbeiterkammerpräsident Alfred Schreiner, verurteilte den Neoliberalismus vergangener Tage und fordert mehr Kontrolle durch Staat und Gewerkschaften.
Harte Kritik an Spekulanten
Schreiner ging angesichts der Wirtschaftskrise hart ins Gericht mit jenen Finanzhaien und Spekulanten, die sich auf Kosten der Arbeitnehmer bereichert hätten.

Die Arbeitnehmer seien diejenigen, die das Meiste an Steuern zahlten, so der AK-Präsident: "Das heißt, wir finanzieren wiederum diesen Dreck, den uns die Kapitalisten hinterlassen haben."
Schreiner für mehr Kontrolle
Schreiner fordert nun mehr Kontrolle durch den Staat und die Gewerkschaften. Jetzt gehe es darum, dass die öffentliche Hand mit einem Konjunkturpaket hilfreich einspringe, um die Krise zu bewältigen.

Es sei jetzt eine wichtige Aufgabe, zu schauen, dass diese Mittel möglichst rasch fließen und Projekte möglichst rasch umgesetzt werden, sagte Schreiner.
Wahlziel: 70 Prozent
Die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter erreichte bei den AK-Wahlen vor fünf Jahren mehr als 70 Prozent. Diese Marke gelte es wieder zu erreichen, sagte Schreiner zum FSG-Wahlziel.
Reaktion:
Als altsozialistisches Wahlkampfgetöse bezeichnete ÖAAB-Landessekretär Georg Altenburger die Aussagen von AK-Präsident Alfred Schreiner. Eine globale Verurteilung der Unternehmer sei weder gerechtfertigt noch zielführend, so Altenburger.

Nicht nachvollziehbar ist für ihn die Forderung Schreiners nach einer Kontrolle durch die Gewerkschaften. Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Kontrollmechanismen gegeben seien, bedürfe es keiner Kontrolle durch Gewerkschaftsfunktionäre.
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