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WIRTSCHAFT |
10.11.2008 |
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Postgewerkschafter kündigen Widerstand an
Nachdem bekannt wurde, dass die Post einen massiven Stellenabbau plant, kündigt die Gewerkschaft Widerstand an - auch im Burgenland. Er befürchte einen "Kahlschlag", so Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ).
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"Was der Vorstand vorzuhaben scheint, ist eine Schließungswelle im großen Stil", so der Gewerkschafter. |
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Protestwelle in ganz Österreich
Am Wochenende wurde bekannt, dass die Post offenbar 9.000 Stellen bis zum Jahr 2015 streichen will. Die Gewerkschaft hat einen offenen Brief an Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) gerichtet.
Es gebe eine Protestwelle in ganz Österreich, auch im Burgenland gäbe es Widerstand, sagte der für ganz Österreich zuständige Postgewerkschafter Martin Palensky aus Mönchhof.
"Was der Vorstand vorzuhaben scheint, ist eine Schließungswelle im großen Stil. Ich kann nicht sagen, wieviele Postämter das nun tatsächlich sein werden. Tatsache ist: Da kann auch das Burgenland nicht geschont werden", so Palensky im Interview mit dem ORF Burgenland.
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Mittwoch wird Konzept vorgelegt
Am Mittwoch werde im Aufsichtsrat das Konzept vom Vorstand vorgestellt und eventuelle auch beschlossen werden, sagte Palensky. "Wir sind gegen das Konzept, wir halten das für eine Defensivstrategie.
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"Lage ist ernst"
"Die Lage ist so ernst, da es anscheinend um Hunderte Postämter geht. Das können wir uns nicht gefallen lassen. Es sind nicht nur Hunderte Mitarbeiter betroffen, sondern auch die vielen tausend Kunden, die auf ein Postamt angewiesen sind", so Palensky.
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Zentralbetriebsräte beraten
Am 13. November werden die Zentralbetriebsräte aus ganz Österreich zusammenkommen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Vorstellbar seien alle Protestmaßnahmen, die in solchen Fällen üblich sind, sagte der Gewerkschafter.
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Niessl forderte ein Konzept für den ländlichen Raum sowie die Einhaltung der Universaldienstverordnung. |
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Niessl: "Frechheit"
Als "Frechheit" bezeichnete Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) den geplanten Stellenabbau und die Schließung von Filialen. "Wir lassen keinen weiteren Kahlschlag zu", forderte er die Landeshauptleute auf, aktiv zu werden.
"Das Management denkt nur wirtschaftlich. Die Post hat aber auch einen volkswirtschaftlichen Auftrag", so Niessl.
Stellenabbau alleine sei kein Konzept, kritisierte Niessl. Er forderte ein ebensolches für den ländlichen Raum sowie die Einhaltung der Universaldienstverordnung.
Primäres Ziel sei die Erhaltung der Postämter, denn diese seien zur Versorgung des ländlichen Raumes notwendig. Vom Post-Management habe Niessl keine Information - generell bzw. über geplante Schließungen im Burgenland - erhalten.
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Reaktionen
Die SPÖ Burgenland fordert einen sofortigen Stopp der kolportierten Kürzungspläne bei der Post. "Wenn der Postvorstand nicht von selbst zurückrudert, muss Finanzminister Molterer als für den Mehrheitseigentümer ÖIAG zuständiges Regierungsmitglied einschreiten und die Notbremse ziehen. Molterer hat viel zu lange tatenlos zugeschaut", forderte SPÖ-Klubchef Christian Illedits.
Kritik kam von ÖVP-Landesgschäftsführer Christian Sagartz. Es sei bedauerlich, dass es der zuständige Minister Werner Faymann bis jetzt verabsäumt habe, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Post auf einen nachhaltig guten Weg zu schicken.
BZÖ-Burgenland Obmann Jörg Steiner forderte eine rasche Aufklärung über geplante Postamst-schließungen im Burgenland und sagte, dass Infrastrukturminister Werner Faymann eine flächendeckende Versorgung von Postdienst-leistungen sicherstellen müsste.
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Landeshauptmann Niessl soll bei Post-Gipfel dabeisein. |
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Faymann kündigt Post-Gipfel an
Infrastrukturminister Werner Faymann (SPÖ) ist bereit, sich mit Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) zu einem Post-Gipfel zusammenzusetzen.
Bei dieser Unterredung sollten aber auch die Belegschaftsvertretung sowie als Repräsentanten der Landeshauptleute Vorarlbergs Herbert Sausgruber (V) und Hans Niessl dabei sein, hieß es aus Faymanns Büro.
Zudem verlangt Faymann volle Einsicht in die dem Aufsichtsrat vorliegenden Pläne, die einen massiven Personalabbau vorsehen.
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ORF.at; 10.11.08
Die Post verteidigt ihre Pläne für massive Stellenstreichungen. Dass tatsächlich 9.000 Jobs wegfallen sollen, wollte man am Montag aber noch nicht bestätigen. Der Widerstand gegen die Pläne nimmt indes weiter zu. Die Christgewerkschafter des Unternehmens kündigten ein Volksbegehren an. Auch von der SPÖ und aus den Ländern kommt scharfe Kritik.
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oesterreich.ORF.at; 10.11.08
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ORF.at; 9.11.08
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kaernten.ORF.at; 9.11.08
Der Widerstand gegen die kolportierte Schließung von bis zu 1.000 Postämtern formiert sich. Angeblich sollen 9.000 Jobs abgebaut werden. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) fordert eine außerordentliche Landeshauptleutekonferenz.
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