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WIRTSCHAFT |
03.02.2008 |
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Schwierige Schilfernte auf dem See
Der Schilfschnitt auf dem Neusiedler See ist heuer extrem schwierig - dafür sorgen wenig bis gar kein Eis und ein sehr hoher Wasserstand. Nicht einmal zehn Prozent der Menge, die geschnitten werden soll, sind eingebracht.
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Das Wetter macht heuer Probleme. |
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Ernte an den Lacken
Der Sturm und der Regen der vergangenen Tage machen den Schilfschneidern das Leben auch nicht gerade einfach. Auch an den Lacken steht Wasser, allerdings nicht so hoch wie im Neusiedler See.
Daher kann an den Lacken ohne größere Probleme geerntet werden. Geschnitten wird ab November, wenn es das Wetter zulässt. Heuer haben die Schilfschneider mit den Wetterkapriolen zu kämpfen, so Erwin Sumalowitsch, aus Podersdorf.
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Luftkissenboot für den See
"Wir haben heuer wieder gesehen, dass wir, wenn wir dieses sogenannte Verhinderungseis haben, mit unseren herkömmlichen Erntemaschinen, die im Großen und Ganzen gut funktionieren, nichts machen können. Wenn wir langfristig denken und den Schilfschnitt auf dem See weiterführen und ihn von der Menge her vergrößern wollen, werden wir über das 'Hoover-Craft' - das Luftkissenboot - nicht hinwegkommen", so Sumalowitsch.
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Mehr Schilf gibt es nur im Donaudelta. |
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180 Quadratkilometer Schilf
Der Schilfgürtel des Neusiedler Sees ist der zweitgrößte zusammenhängende Schilfbestand Europas, er ist an die 180 Quadratkilometer groß. Lediglich jener des Donaudeltas ist größer.
Bis zu 15 Prozent werden geerntet
Zehn bis 15 Prozent werden von Landwirten und einigen professionellen Schilfschneidern im Winter maschinell geerntet und teilweise auch weiterverarbeitet.
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Große Nachfrage
"Die Nachfrage ist dadurch, dass die Qualität des Schilfs vom Neusiedler See top ist, sehr groß. Wir könnten das Doppelte, wenn nicht das Dreifache an Menge verkaufen, die wir eigentlich zur Verfügung haben", so Sumalowitsch.
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Schilf vom Neusiedler See ist ein begehrter Exportartikel. |
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Begehrt in Deutschland und Belgien
Das Schilf des Neusiedler Sees wird vor allem nach Deutschland, Holland, Großbritannien und Belgien exportiert.
Es wird als Baumaterial, Stukatur und für das Dachdecken verwendet. Außerdem wird es als Wärmedämmung und zu Sichtschutz verarbeitet. Fast die gesamte geerntete Menge geht in den Export.
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