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MI | 11.04.2012
Gänse (Bild: APA)
LANDWIRTSCHAFT
Weidegans hat wieder Saison
Die burgenländische Weidegans hat, kurz vor dem Landesfeiertag Martini, wieder Saison. Etwa 20 heimische Betriebe nahmen in diesem Jahr an dem Agrarprojekt teil, rund 3.000 Tiere werden bis zum 11. November geschlachtet.
Strenge Produktionsauflagen
Das Fleisch der Weidegänse unterscheidet sich von jenem aus der Schnellmast vor allem durch seine Feinfaserigkeit und die dunklere Färbung. Die Auflagen für die Projektteilnehmer sind streng und diese Qualität schmeckt man dann auch.
"Die Tiere müssen bei der Schlachtung mindestens 26 Wochen alt sein. Im Gegensatz dazu werden Gänse aus der Intensivmast bereits mit zwölf oder 14 Wochen geschlachtet", so Projektbetreuer Christian Reicher vom Landwirtschaftlichen Bezirksreferat Güssing.
20.000 Weidegänse österreichweit
Laut Reicher können mittlerweile 15 Prozent des österreichweiten Gansl-Bedarfs durch die heimischen Weidegänse gedeckt werden. Neben dem Projekt im Burgenland, welches 2002 startete, gibt es auch in Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten derartige Initiativen. Die Gesamtproduktion in Österreich beläuft sich auf rund 20.000 Weidegänse, so Reicher.
Bestellungen für Martini noch möglich
Erst kürzlich wurde das Projekt "Österreichische Weidegans" mit dem "Agrar.Projekt.Preis" und die Produzenten der "IG Burgenländische Weidegans" mit dem "Kulinarisches Erbe Österreichs"-Teller ausgezeichnet.

Übrigens: Noch hat man die Gelegenheit, sich ein Weidegansl für Martini zu reservieren.
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