Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
"Museum der Erinnerungen". (Bild: http://www.memoryprojects.at/burgland)
KUNSTPROJEKT
"Museum der Erinnerungen" nun auch als Buch
Das "Museum der Erinnerungen", ein Kunstprojekt der beiden Wissenschaftler Eva Brunner-Szabo und Gert Tschögl, gibt es nun auch in Buchform. Die Grundlage des Projekts bilden Fotos. Sie sollen Erinnerungen anregen.
Dachböden und Flohmärkte
Sie stammen aus dem Burgenland oder könnten im Burgenland aufgenommen worden sein: Schwarz-weiß-Fotos, die die Kommunikationswissenschafterin und Künstlerin Eva Brunner-Szabo und der Wissenschafter und Mitarbeiter der Burgenländischen Forschungsgesellschaft Gert Tschögl auf Dachböden oder auf Flohmärkten aufgestöbert haben.

Aus diesem Fundus haben die beiden 24 Aufnahmen ausgewählt und in einem sogenannten "Museum der Erinnerungen" versammelt. Dieses Museum der Erinnerungen, ein vielschichtiges Kunstprojekt, gibt es jetzt auch in Buchform.
Bis in die 1950er-Jahre
Die ältesten Aufnahmen stammen aus der Zeit des ersten Weltkriegs, die jüngeren aus den 1950er-Jahren.
Auslöser für schriftliche Kommentare
Die insgesamt 24 Bilder bildeten die Grundlage oder den Auslöser für schriftliche Kommentare, die verschiedende Personen zu einem oder auch mehreren Fotos ihrer Wahl verfasst haben. Auch die insgesamt 200 Textbeiträge sind im Buch festgehalten.
Erinnerung ohne Zusatzinformationen
Die Betrachter der Fotos konnten ihre Erinnerungen ausschließlich an Hand der Bildinhalte wachrufen, es gab keinerlei zusätzlichen schriftliche Informationen wie Bildlegenden, so Brunner-Szabo.

Fotos seien als historische Geschichtsquellen mit Vorsicht zu betrachten, denn sie haben keinen Wahrheits- , sondern ausschließlich einen Sachgehalt. Fotos könnten auch technisch manipuliert also gefälscht sein.
Subjektiv
Das Kunstprojekt macht darüberhinaus deutlich, wie subjektiv auch das menschliche Gedächtnis und das Erinnern sind: Zu ein und dem selben Bild gab es zum Teil inhaltlich ganz unterschiedliche schriftliche Kommentare.

Diese Kommentare verraten wiederum mehr über die damalige Befindlichkeit ihrer Autorinnen und Autoren als dass sie eine verbindliche Aussage zum jeweiligen Foto treffen.
Zweisprachig
Weil mehr als ein Drittel der Textbeiträge von Auslandsburgenländern stammt, ist der Band durchgehend zweisprachig, in Deutsch und in Englisch und heißt deshalb auch Museum of Remembrances.
Verlagswunsch
Das "Museum der Erinnerungen" ist nicht auf Initiative der beiden Projektträger zu einem Buch geworden, sondern auf Wunsch des Verlags, des Österreichischen Kunst- und Kulturverlags.
38 Euro
Der Zeithistoriker Gerhard Jagschitz und Timm Starl, ein Experte zum Thema Fotografie, haben je einen Aufsatz beigesteuert. Das "Museum der Erinnerungen" gibt es über den Verlag, den österreichischen Kunst- und Kulturverlag, um 38 Euro.
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