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MO | 13.02.2012
EU-Fahne (Bild: staatsvertrag.at)
INTERNATIONALER ROMA-TAG
Roma fordern EU-Kommissar für Minderheiten
Der Kulturverein österreichischer Roma fordert anlässlich des heutigen internationalen Roma-Tages einen EU-Kommissar für Minderheiten. Noch immer seien Roma benachteiligt und diskriminiert, so die Kritik.
Dramatische Situation in Osteuropa
Besonders dramatisch sei die Situation in einigen osteuropäischen Ländern, sagte der Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma, Rudolf Sarközi. Er beschäftigt sich derzeit mehr mit der Situation der Roma in diesen Ländern als in Österreich.

Seiner Ansicht nach braucht die Europäische Union dringend einen Kommissar für Minderheiten. Schließlich gehe es um zehn Millionen Roma in ganz Europa und derzeit kümmere sich die Union nur oberflächlich um dieses Thema, so Sarközi.
Soziale Probleme
In der Ostslowakei, Bulgarien, Rumänien und Serbien leben Angehörige der Roma und Sinti unter unvorstellbaren Bedingungen.

"Es ist ein Kommissar, er ist, glaube ich, ein Rumäne, für die Sprachen installiert worden. Romanes ist zwar eine wichtige Sprache, aber das soziale Problem ist ein anderes. Es kommt auch darauf an, was die Nationalstaaten für ihre Bürger tun", so Sarközi.
Mehr Mitsprache gewünscht
In Österreich wünscht sich Sarközi, in einzelnen Gremien mehr mitreden zu können, wenn es um Anliegen der Roma geht.

Zu Konflikten kommt es vereinzelt nach wie vor. In Oberwart verhängte ein Discothekenbetreiber beispielsweise ein Zutrittsverbot für Roma. Er sei von ihnen bedroht worden, so das Argument.
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