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MO | 13.02.2012
Adam Fischer. (Bild: ORF)
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Adam Fischer "Im Gespräch"
Dirigent Adam Fischer ist der Publikumsliebling bei den Internationalen Haydntagen im Schloss Esterhazy in Eisenstadt. "Im Gespräch" erzählte er über seine Arbeit, die Musik und die Pläne für das große Haydnjahr 2009.
Mitbegründer der Haydnfestspiele
Seit fast 20 Jahren gibt es die Haydnfestspiele in Eisenstadt. Adam Fischer ist einer der Mitbegründer. Das Dirigieren bei den Haydntagen gehört zum festen Jahresrhythmus der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie.
Besonderer Saal
"Ich spiele sehr gerne hier, es ist etwas Besonderes. Wir haben auch deshalb damals die Haydnfestspiele initiiert und der Haydnsaal ist etwas gewesen, von dem wir alle wussten, dass der einzige Saal aus dieser Zeit, der so erhalten geblieben ist", so der Dirigent "Im Gespräch" mit Patricia Spieß.
Haydn-Philharmonie
Damals wurde auch die Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie mit Musikern aus Ungarn und Österreich wurde eigens gegründet. Eine Idee, die sich bewährt hat.
Adam Fischer "Im Gespräch". (Bild: ORF)
"Wie in der Monarchie"
"Und es ist ein interessantes Studium, wie sich die sozialen Bewegungen des Orchesters entwickeln. Es gab auch Eheschließungen. Aber es gibt auch die Mechanik, wie die Österreicher auf die Ungarn reagieren und umgekehrt. Darüber könnte ich ein Buch schreiben. Es ist so wie bei der Monarchie. Die hat 400 Jahre gehalten, ich würde mich auch mit 200 Jahren Haydn-Philharmonie zufrieden geben", so Adam Fischer.
Wunsch zum Geburtstag
Am 9. September - immer gerade rechtzeitig zu den Haydntagen - feiert Adam Fischer Geburtstag - heuer seinen 57er. Zu seinem Fest wünscht sich der Dirigent, "dass ich den 67. Geburtstag auch in Eisenstadt verbringe".

Wie Ross und Reiter
Die Beziehung zwischen einem Dirigenten und seinem Orchester sei so wie die zwischen Ross und Reiter, sagt der Dirgent. Er müsse die Kräfte des Pferdes leiten, aber "springen tut das Pferd".
"Das Orchester muss schwitzen"
"Körperlich darf das Dirigieren nicht anstrengend sein, Richard Strauss hat einmal gesagt "Nicht der Dirigent darf schwitzen, das Orchester muss schwitzen."
In der Familie
Das Dirigieren liegt bei Adam Fischer in der Familie, sein Vater war Dirigent, ebenso ist sein Bruder einer und ein Cousin.

Beim Dirigieren unterscheidet Adam Fischer nicht zwischen Oper und anderen Werken. Er müsse Oper mit dem absoluten musikalischen Anspruch eines Streichquartettes dirigieren, sagt er.
Mit dem gleichen Anspruch
"Wenn ich versuche, Opern anders zu dirigieren als Symphonien, ist das nicht richtig. Diese Erkenntnis hatte ich erst in den letzten Jahren. Früher hätte ich etwas anderes gesagt", so der Dirigent.
Familienmensch Fischer
Adam Fischer ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes. Die Familie ist ihm wichtig, wenn auch die Kinder mittlerweile aus dem Haus sind. Jetzt verbringe er mehr Zeit mit seiner Frau.

Früher habe man gemeinsam gekocht, heute widme er sich in Zusammenarbeit mit seiner Frau ihrem Beruf als Übersetzerin. Das Übersetzen vom Ungarischen ins Deutsche mache man nun gemeinsam.

Haydnjahr 2009
Das Jahr 2009 ist ein großes Haydnjahr - der Todestag von Joseph Haydn jährt sich zum 200. Mal. Auch Adam Fischer wird dann wieder dabei sein. Pläne gibt es schon.
Mehr Konzerte
"Wir werden mehr Konzerte machen über das Jahr verteilt. Wenn wir nur ein Zehntel von dem schaffen, was Salzburg mit Mozart geschafft hat, dann hat Eisenstadt für die Zukunft ausgesorgt. Ich möchte die 'Schöpfung' noch einmal dirigieren und zwar neu", so Adam Fischer.
Mit Adam Fischer
Was konkret geplant sei, wisse Intendant Walter Reicher besser, so der Dirigent. Er freue sich auf jeden Fall, dann wieder dabei zu sein, sagte Adam Fischer "Im Gespräch".
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