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MO | 13.02.2012
ÖAMTC-Hubschrauber. (Bild: ORF)
VERBLUTET
Vierjährige starb nach Mandeloperation
Eine vierjähriges Mädchen aus Niederösterreich ist zwei Tage nach einer Mandeloperation verblutet. Es hatte nach der Entlassung aus dem Krankenhaus Eisenstadt plötzlich Blut gespuckt. Der Fall beschäftigt die Staatsanwaltschaft.
Blut gespuckt
Zwei Tage nach der Operation im Krankenhaus Eisenstadt war die kleine Jacqueline aus Trumau mit ihrer Mutter im Auto unterwegs, als die Mutter bemerkte, dass das Kind Blut spuckte. Die Vierjährige starb trotz Reanimationsversuchen wenige Minuten später.
Leiche wird obduziert
Die niederösterreichische Rettungszentrale LEBIG hatte nach einem Bericht des "Kurier" zunächst nur einen Rettungswagen alarmiert.

Es habe 23 Minuten gedauert, bis der Notarzthubschrauber in Wiener Neustadt gestartet sei. Nun wird die Leiche des Kindes obduziert, um die näheren Umstände des Todes zu klären.
Komplikationen nicht ungewöhnlich
Komplikationen nach Mandeloperationen seien nichts Ungewöhnliches, sagt dazu der Primar der HNO-Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, Antonius Kierner.
"Kunstfehler ist auszuschließen"
"Das ist eine sehr tragische und traurige Komplikation dieser Operation, die aber durchaus vorkommt. Es ist in etwa ein Kind pro Jahr in Österreich betroffen. Schicksalhaft, wenn man so will, sehr, sehr dramatisch, es berührt uns sehr. Es ist aber leider nicht vorhersehbar und nicht verhinderbar."

"Einen Kunstfehler kann ich in diesem traurigen Zusammenhang glücklicherweise komplett ausschließen. Der Fall ist sehr gut dokumentiert, ist völlig regelhaft abgelaufen. Es war ein Routineeingriff, der sich auch problemlos gestaltet hat. Leider hat es Komplikationen gegeben, als das Kind schon zu Hause war, und das kann vorkommen", so Kierner.
LEBIG weist Vorwürfe zurück
Die Rettungsleitstelle LEBIG weist die Anschuldigungen rund um Versäumnisse bei dem Rettungseinsatz zurück. Wie ein Sprecher mitteilt, waren "entgegen den Behauptungen eines Piloten und einigen Medien innerhalb weniger Minuten ein Notarzt sowie ein Rettungswagen vor Ort".

In der Aussendung wird weiters festgestellt, dass der ÖAMTC-Hubschrauber lediglich für einen möglichen rascheren Abtransport in die weiter entfernte Kinderklinik nachalarmiert wurde.
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